Weizomanie: Dieses Wachstum hat Deutschland sich anders vorgestellt. Oder doch nicht?

Deutschland wird immer fetter. Nationale Bestatter beklagen die steigende Zahl an XXL-Särgen für Übergewichtige. Früher seien es ein bis zwei im Jahr gewesen, seit etwa drei Jahren genauso viele in einem Monat, berichtet der Leiter der Friedhofsverwaltung in Schweinfurt, Helmuth Schlereth. Das stellt die Krematorien vor neue Herausforderungen, denn die Öfen sind bisher meist für die schmaleren Standardsärge ausgerichtet. Warum werden Menschen so! dick? Die Antwort liefert Dr. William Davis, Präventionsmediziner und Kardiologe in seinem Buch „Weizenwampe“.

Zu dick? Es ist nicht Deine Schuld

Viele Menschen schämen sich für ihren dicken Bauch und ihre „Fehltritte“: zu viele Kalorien, zu wenig Sport, mangelnde Selbstbeherrschung. Dabei entpuppen sich die Gesundheitsempfehlungen der Ernährungsexperten als fatal: mehr „gesunde“ Vollkornprodukte essen! Das wäre das selbe, als würde man einem Alkoholiker sagen, ein Gläschen Wein schade nicht, und die zehnfache Menge deshalb noch besser wäre. Es sei also laut Dr. Davis nicht unsere Schuld, wenn wir zu viel Bauchfett mit uns herumtragen, wenn Männer versuchen, ihre wachsenden Brüste zu verbergen und wenn trotz Sport und gesunder Ernährung  trotzdem die Rettungsringe über den Hosenbund fallen. Nicht unsere Schuld? Eigentlich wissen wir, das Kohlehydrate ein Energielieferant ist. Nicht umsonst achten Hochleistungssportler auf kohlehydrathaltige Ernährung. Aber der Rest von uns? Könnten wir nicht einfach aufhören, so viel Brot, Pizza und Nudeln zu essen? So einfach ist es nicht - denn Weizen macht süchtig.

Der Feind auf meinem Teller: Ein Selbsttest

Dass etwas mit Weizen und anderen glutenhaltigen Getreidesorten nicht stimmt, habe ich persönlich schon vor vielen Jahren festgestellt. Jetzt, nach der Lektüre des Buches ist mir einiges klarer. Wenn ich morgens Brot oder Brötchen aß, konnte ich sicher sein, dass spätestens zwei Stunden später der Magen knurrte und mir übel wurde vor Hunger, als hätte ich zwei Tage nichts gegessen. So kam es, dass ich bis zu fünfmal am Tag aß, dem ständigen Hunger bzw. Appetit folgend. Natürlich wurde ich - trotz Sport und gesunder Ernährung - dicker. „Nur“ 10 Kilo, aber die verweilen mit Anfang 40 so hartnäckig am Leib wie ein Kaugummi im Haar. Zusätzlich merkte ich, dass ich nach dem Frühstück nicht etwa fit und munter war, sondern träge, müde und lustlos. Hallo? Ich war doch gerade erst aufgestanden, hatte gut geschlafen und müsste strotzen vor Energie! Doch sogar meine Gedanken wurden schlechter, ich war reizbarer, schlecht gelaunt und Ängste machten sich breit.

Das Korn spaltet mein Hirn: Weizomanie?

Wenn ich stattdessen morgens einen Obstsalat mit Nüssen und Sojajoghurt aß, war ich bis zum Mittag satt. Der Hunger, der sich oft erst weit nach der Mittagszeit meldete, fühlte sich während des ganzen Tages nicht so „todbringend“ an. Ich war aktiver und dynamischer und meiner Psyche ging es deutlich besser. Wenn ich heute vor einem leckeren Buffet stehe und nicht an mich halten kann, bekomme ich am nächsten Morgen die Quittung: schlechte Laune, null Bock - und Hunger schon vor dem Aufstehen. Soweit so gut. Was sagt Dr. Davis, der über den Weizen ein ganzes Buch geschrieben hat, mit etlichen eigenen Praxisfällen und vielen Studien? Auf das Konto von Weizen gehen Symptome und Krankheiten wie Appetitanregung (ah!), Gehirnkontakt mit Exorphinen (das Gegenstück zu den vom Körper selbst erzeugten Endorphinen), massive Blutzuckerspitzen, der Prozess der Glykierung, der Krankheiten und Alterung Vorschub leistet, entzündliche Reaktionen und pH-Verschiebungen, die Knorpel und Knochen schädigen sowie die Aktivierung fehlgeleiteter Immunreaktionen. Weizenverzehr verursache also (wissenschaftlich belegt) neben Zöliakie auch diverse neurologische Erkrankungen wie Diabetes, Morbus Crohn, Herzkrankheit, Arthrose, Hautausschläge und sogar Schizophrenie. (Eindrucksvolle Studien und Praxiserfahrungen von Dr. Davis belegen letzteres). Und.Und.Und. Die Liste liest sich wie das "Who's who der Krankheiten". Und das Problem ist offenbar schon lange bekannt, wie die Studien beweisen. Bevor wir uns nun empört auf die Ärzte werfen, schauen wir mal  zurück, wie alles begann und warum. Denn alles hat zwei Seiten.

Wie es dazu kam, welche Rolle der Staat spielt und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie in Kürze hier. Schauen Sie bald wieder vorbei.

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