Wie Politiker und Medienvertreter uns alle zum Narren machen

Narren in  der Karnevals- und Faschingszeit sind mitunter lustig. Im Gegensatz zu den "verkappten" Narren, die eigentlich keine sind, aber sich so verhalten; die - noch schlimmer - versuchen, uns "Normale" zum Narren zu machen. Woran erkennt man sie?

Gefährlich: die Tarnkappennarren

Die  verkappten Narren treiben ihren üblen Schabernack auch außerhalb der närrischen Zeit und merken es nicht einmal. Sie können deshalb mitunter sogar gefährlich sein, weil:

  1. sie immer mäßig bis unauffällig gekleidet
  2. sie keine erkennbare Narrenkappe tragen
  3. als ganz normale Menschen unter uns weilen
  4. teils ganz normalen Berufen nachgehen und Gutes tun oder es zumindest meinen
  5. weder Helau, Allaf oder Ähnliches rufen
  6. den Narren in sich nicht erkennen und
  7. deshalb an Aschermittwoch mit dem Quatsch nicht aufhören (können).
Karnevalsmaske
Foto: Pixelio I Marco Barnebeck

Wo verstecken sich diese Narren?

Um ein wenig Transparenz in die Gaudiwirtschaft zu bringen, hier ein paar Bereiche, wo sich gerne verkappte Narren tummeln:

  1. In der Politik
  2. Bei Medienvertretern
  3. Bei besorgten Bürgern
  4. Bei helfenden Händen
  5. Bei Kopf- und Hirnlosen
  6. Bei vielen anderen, aber ich belasse es vorerst bei diesen 5 Gruppen, wer mag kann später ergänzen

Wie und woran sind diese Narren zu erkennen?

Zu 1: Politik:

Die Politiker aller Parteien übertreffen sich dieser Tage bei ihren Büttenreden, nur dass Sie, liebe Politiker, gar nicht in der Bütt stehen!? (Kleines) Beispiel:

Die Alternative für Deutschland erzielt in einer Umfrage einen neuen Rekordwert. Die Union hingegen sinkt auf ein Dreijahrestief. Ob das daran liegt, liebe Regierung, dass ihr euch ständig zum Narren macht durch eure Hü-und-Hott-Uneinigkeit? Dass ihr zu lange schweigt und wartet, wo beherztes Handeln oder Re(a)gieren erforderlich ist, dass ihr zu viele Bürger für dumm oder zumindest unwissend haltet und inmitten eurer 'klugen' Taktik eine echt kluge, durchdachte Strategie fehlt bzw. abhanden gekommen ist? Oder ist DAS etwa die Strategie?

 Schreibmaschine

Zu 2: Medienvertreter:

(Der eigentliche Grund für diesen Post!) Zum zweiten Mal in drei Tagen haben sich Meldungen als falsch erwiesen (s. auch Punkt 4). Liebe Medienvertreter: Ihr kennt schon eure Verantwortung und wisst, was es bedeutet,  wissentlich oder unwissentlich falsche Meldungen herauszugeben? Euere "Nachrichten" werden von vielen Menschen gelesen, die sich ihre Meinung bilden und daraufhin (dumme, böse, unsinnige) Dinge tun, Parteien wählen und so weiter. Auch wenn euch das wieder viele neue Meldungen bringt: Hallo, wollt ihr, die (studierten) Journalisten und Redakteure in einer Gesellschaft unter Menschen leben, die so drauf sind? Warum gibt es wohl so viele "besorgte Bürger"? Das, worüber sie sich Sorgen  machen, ist nicht, was vor der eigenen Haustür passiert, sondern die Dinge, über die IHR schreibt. Die es oft gar nicht gibt.

Zu 3: Die besorgten Bürger

Ja, man kann sich wirklich über viele Dinge Sorgen machen. Schon mal was davon gehört, dass Gedanken Materie anziehen? Dass das, was man sich wünscht (pardon denkt)  in der Regel auch eintrifft? Das ist nämlich Gottes Wille - dass wir selbstbestimmte Wesen sind. Also überleg dir besser, was du willst und nicht, was du NICHT willst. Und was besorgniserregende Vorfälle betrifft: siehe Punkt "Medienvertreter". Die leben nämlich davon, dass DU dir Sorgen machst.

Foto: Pixelio I twinlili
Foto: Pixelio I twinlili

Zu 4: Die helfenden Hände

Es ist toll, dass Menschen so spontan helfen. Genau genommen, wäre unser System längst kollabiert, wenn es nicht die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer gäbe, die sogar ihren Urlaub "opfern", sich Nächte und Wochenenden um die Ohren schlagen, um in oder vor Flüchtlingsheimen einen Tropfen auf dem heißen Stein zu hinterlassen. Mehr als peinlich für die Politik. Die meisten von euch werden für euren Einsatz wahrscheinlich keine adequate Anerkennung  oder angemessene, individuelle Aufmerksamkeit  bekommen. Wenn das euer Ziel sein sollte, könnte es sein, dass ihr enttäuscht sein werdet. Schade deshalb, dass es manche beim Aufplustern ihrer Egofedern  übertreiben und deshalb das Thema "Flüchtlingshilfe" einen fahlen Beigeschmack bekommt.

Zu 5: Kopf- und Hirnlose

Frage vorneweg: Karneval ist bald rum. Seid ihr dann wieder normal? Wenn nicht, dann überlegt euch doch mal (bitte ernsthaft), ob ihr wirklich von Menschen regiert werden wollt, die Gewalt und Waffen aktiv einsetzen und in Honeckers Fußstapfen treten wollen, die keinen Wohnsitz haben und ihre Schulden nicht bezahlen, die ihre Fakten auf Fakten stützen, die gar keine sind?  Desweiteren empfehle ich euch unbedingt die Lektüre des Buches von Gustave Le Bon "Psychologie der Massen" (Kröner Taschenbuch, 156 Seiten, 10,90 Euro, bei eurem lokalen Buchhändler bestellen) oder jetzt auf die Schnelle diese Beitrag. Lest und vor allem glaubt nicht alles, was gesagt und (in Medien) geschrieben wird. Und gießt kein zusätzliches Öl ins Feuer, indem ihr aktiv Lügen (s. Link unter Punkt 2. und 4.) verbreitet, um ... ja, um was eigentlich? Kinder, wir sind hier nicht in der Märchenstunde.

Zu 6: Alle Anderen

Lest weniger oder gar keine Zeitung, dafür ein gutes Buch (s. Punkt 5.), oder amüsiert euch über den Postillon. Lasst euch von (emotionalen) Beiträgen in den Sozialen Medien nicht ins Boxhorn jagen. Schickt gute, positive, konstruktive Gedanken in die Welt (manche nennen es auch Beten) und denkt daran: In der Liebe steckt die Kraft, nicht in der Gewalt!

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Foto: Pixelio I Doerthe Huth

Was können wir tun?

Ab Aschermittwoch (10. Februar 2016) dringend fasten!

Ernährung: Es gibt krankmachende (Flüssig-)Nahrung, die wir oral zu uns nehmen - also z.B. falsches Essen (zu viel Fleisch kann aggressiv machen) und Trinken. Also: Ab Aschermittwoch (für seeehr lange Zeit) weglassen! (In diesem Blog findest du übrigens auch ein paar Anregungen)

Geistige Hygiene: Auch Informationen sind geistige Nahrung, die krankmachend, aber auch inspierend und glücklich machend sein können. Wähle und konzentriere dich bewusst auf letztere. Lies für ein paar (oder mehrere) Wochen gar keine Zeitung, schalte Facebook und Twitter nur für 5 Minuten täglich ein oder lies nur, was du beruflich brauchst. Umgebe dich mit Menschen, die dich mit positiver geistiger Nahrung versorgen.

Michael Lemke / pixelio.de Krka Nationalpark
Foto: Pixelio I Michael Lemke - Krka Nationalpark, Kroatien

Bewegung: Schon früher gingen Menschen hoch auf den Berg oder in den Wald zu Nachdenken oder raus zum Holz Hacken, wenn sie wütend waren. Bewegung und Abstand hilft auch heute noch bei aufgestauten Gefühlen, wie Wut oder Ärger. Geh in die Natur - die Zeit hast du, jetzt wo du weniger Zeitung/Internet liest!  Zudem kannst du da  in Ruhe und ohne Ablenkung frische Energie tanken und dir Gedanken darüber machen, an welcher Stelle du dich (ungewollt/unbeabsichtigt/unbewusst) als verkappter Narr gezeigt hast und dies in Zukunft gar nicht mehr oder nur noch in der Karnevalszeit - und dann mit eindeutiger Kostümierung - tun willst.

In diesem Sinne: "Mer fröje uns auf de Fassenacht danach. " 😉 Und ich über eure Kommentare.

Dies war ein Off-topic-Beitrag auf diesem Qigong-Blog, weil mich die Berichterstattung der letzten Tage sehr geärgert hat. Mehr Beiträge dieser Art sind auf diesem Blog nicht geplant! Und ich werde in der nächsten Zeit genau das (wieder) tun, was ich oben empfehle: Nachrichtenabstinenz, so weit wie möglich.

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